Land nimmt „Mitte/Innenstadt“ als neues Fördergebiet auf

Die Stadt Ludwigshafen wird mit dem Gebiet „Mitte/Innenstadt“ in das Programm „Stadtumbau“ aufgenommen, wie Innenminister Roger Lewentz in Mainz mitgeteilt hat. Das neue Fördergebiet, das der Stadt einen geförderten Entwicklungszeitraum für die nächsten zwölf Jahre eröffnet, ist Teil der Landesinitiative zur Stärkung der Investitionsfähigkeit der fünf Oberzentren.

Über diese seit 2014 laufende Initiative gewährt das Land auch der Stadt Ludwigshafen jeweils für einen 4-Jahres-Zeitraum - zurzeit von 2018 bis 2021 - einen Fördersatz von 90 Prozent.

„Die vorgelegten Unterlagen haben gezeigt, dass das Gebiet 'Mitte/Innenstadt' nach der Neustrukturierung der Fördergebiete in der Innenstadt gut in das Programmprofil passt“, so der Minister.  Ludwigshafen hat bereits in früheren Jahren die Entwicklung der Innenstadt vorangebracht. Jetzt hat die Stadt mit Unterstützung durch Bund und Land die Möglichkeit, wichtige innerstädtische Maßnahmen wie die Sanierung des Bürgermeister-Reichart-Hauses anzugehen. „Es mache aber auch Sinn, neben öffentlichen Baumaßnahmen auch Ordnungs- und Erschließungsmaßnahmen sowie private Modernisierungsvorhaben zu unterstützen. Diese angestrebte Strategie begrüße ich ausdrücklich, das ist ein guter Weg, die Innenstadt insbesondere als Dienstleistungs-, Arbeits- und Wohnstandort zu sichern und aufzuwerten“, sagte Lewentz.

Das Stadtumbauprogramm ist im Stadterneuerungskonzept des Landes das Förderinstrument, über das innerstädtische Bereiche oder auch Brachflächen mit besonderem städtebaulichem, wirtschaftlichem oder technologischem Erneuerungsbedarf entwickelt werden können.

Die Bandbreite der Städtebauförderung umfasst acht Schwerpunkte und reicht unter anderem von den Förderprogrammen „Soziale Stadt“ und „Stadtumbau“ über „Historische Stadt“ bis zu „Aktive Stadtzentren“. „Das Fördersystem hat sich bestens bewährt, um Städte in ihrer Entwicklung mit neuen Impulsen voranzubringen, Wohnquartiere für die Menschen attraktiver zu machen oder sozialen Brennpunkten entgegenzuwirken“, so Minister Lewentz. Ziel sei es, die gewachsene bauliche Struktur der Städte und Gemeinden zu erhalten und zeitgemäß fortzuentwickeln, um neue Entwicklungsmöglichkeiten zu schaffen.

Im Programmjahr 2019 können in der Städtebauförderung insgesamt bis zu 90 Millionen Euro an Bundes- und Landesmitteln bereitgestellt werden. Im Zeitraum von 2010 bis 2018 profitierten rund 190 Städte, Gemeinden und andere kommunale Gebietskörperschaften mit etwa 600 Millionen Euro von der Förderung im Rahmen der Städtebauförderung.