Steingaß nimmt Holzöfen-Spende für das Ahrtal entgegen

Die rheinland-pfälzische Landesbeauftragte für den Wiederaufbau, Staatssekretärin Nicole Steingaß, hat stellvertretend eine Sachspende des Industrieverbandes Haus-, Heiz- und Küchentechnik (HKI) sowie der Landesinnung der Schornsteinfeger in Rheinland-Pfalz über mehr als 100 Holzöfen und Herde für die Flutbetroffenen im Ahrtal entgegengenommen.

„Die Wärmeversorgung der Wohnungen im Ahrtal herzustellen ist derzeit eine der drängendsten Herausforderungen. Dabei wird es absehbar nicht möglich sein, dass die Energieversorger alle Wohnungen rechtzeitig zum Winter an das Gasnetz anschließen, auch wenn es zuletzt positive Signale für viele Betroffene im Raum Bad Neuenahr-Ahrweiler gab. Deshalb werden derzeit zahlreiche alternative Heizmethoden erprobt. Holzöfen können bei der Winterfestigkeit eine wichtige Rolle spielen. Ich danke dem HKI und unseren Schornsteinfegern für die großzügige Spende und ihr schnelles und pragmatisches Handeln“, so die Wiederaufbaubeauftragte Nicole Steingaß. So könnten zahlreiche Menschen den Winter in einem warmen Zuhause verbringen.

Der HKI stellt die von seinen Mitgliedsfirmen gespendeten Geräte in einem Zwischenlager in Grafschaft bereit. Von dort werden sie auf Depots in den betroffenen Ortschaften im Ahrtal verteilt, wo sie von Anwohnerinnen und Anwohnern neben weiteren Sachspenden abgerufen werden können. Das Schornsteinfegerhandwerk übernimmt die Organisation der Verteilung und der Installation. In Koordination mit dem Handwerk vor Ort, sorgen die Schornsteinfeger dann für eine ordnungsgemäße Installation und Abnahme der Geräte.

„Wir haben auf Anhieb über 100 Holzöfen und Herde von unserer Mitgliedsfirmen erhalten. Und wir sammeln weiter. Es fehlt noch in vielen Gebieten die Infrastruktur und daher wollen wir mit den Holzöfen Wärme und Geborgenheit geben. Denn wir wissen, wie wichtig eine unabhängige Wärme in der kalten Jahreszeit ist. Ein Holzfeuer ist einfach ein Stück Sicherheit“, erklärte Thomas Schnabel, Wirtschaftsreferent des HKI. „Bei Bedarf können sogar warme Speisen zubereitet werden. So ist die Grundversorgung stets gesichert“, so Schnabel. Er betonte, dass es sich bei den gespendeten Geräten nicht um Leihgaben handele, sondern diese selbstverständlich in den Besitz der Flutbetroffenen übergingen.

„Wir Schornsteinfeger sind derzeit in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten gefragte Leute. Zusammen mit dem Handwerk aus der Sanitär-, Heizung- und Klimabranche versuchen wir praktische Lösungen zu finden, um demnächst die Häuser und Wohnungen beheizen zu können. Hilfe dazu bieten die bereitstehenden Kaminöfen. Schornsteinfeger vor Ort geben Rat, wenn es um sicheren Schornsteinanschluss und die Inbetriebnahme der Öfen geht“, so Michael Bauer, Landesinnungsmeister der Schornsteinfeger in Rheinland-Pfalz. Informationen zu den Öfen und Kontakt zu den Schornsteinfegern gebe es unter der Nummer 0261 406 30 20.