Ursula Ohly mit Verdienstmedaille des Landes geehrt

Innenminister Roger Lewentz hat Ursula Ohly aus Koblenz die von Ministerpräsidentin Malu Dreyer verliehene Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz überreicht. Auf diese Weise werden Dank und Anerkennung der Landesregierung zum Ausdruck gebracht.

„Nicht nur durch ihren jahrelangen Einsatz für Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit, sondern auch durch ihr Engagement für die Zusammenarbeit mit unserem Partnerland Ruanda hat sich Ursula Ohly diese Auszeichnung und unsere Anerkennung redlich verdient“, sagte Minister Lewentz.

Ursula Ohly wurde in Bocholt geboren. Nach ihrem Lehramtsstudium war sie seit 1968 an verschiedenen Schulen in Rheinland-Pfalz tätig. Unter anderem war sie Schulleiterin der Integrierten Realschule Plus in Vallendar und leitete die Ausbildung der Schulleiterinnen und Schulleiter in Boppard. Zudem absolvierte sie zahlreiche Weiterbildungen, um sich vermehrt für Bildungsgerechtigkeit und Soziale Teilhabe für strukturell benachteiligte Kinder einzusetzen.

Nach ihrer Pensionierung 2009 nahm sie an einem Vorbereitungsseminar des Sozialen Freiwilligendienstes im Ausland des Bistums Trier (SOFIA) teil und ging im Frühjahr 2010 als Volontärin nach Kirenge/Ruanda, um dort an der École de la Salle, einer Schule für Kinder aus ärmsten Verhältnissen, zu arbeiten. „Geplant war ursprünglich ein Aufenthalt von sechs Monaten. Inzwischen verbringt Ursula Ohly jedes Jahr etwa neun Monate in Ruanda. Sie füllt die Graswurzelpartnerschaft mit Leben“, so Lewentz.

Zu Beginn ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit in Ruanda kümmerte sich Ursula Ohly unter anderem um die Gestaltung der Lehrpläne sowie um pädagogische und fachliche Weiterbildungen für das Lehrpersonal. Zudem rief sie Patenschaften ins Leben, die es einerseits Kindern aus Kirenge ermöglichten das Schulgeld zu bezahlen, und andererseits einen gegenseitigen Austausch von Briefen und Bildern mit Menschen in Ruanda und Rheinland-Pfalz anregten.

Daneben unterstützte sie beim Aufbau des Zweiges der Berufsbildenden Schule in Kirenge, der Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit bietet, praktische Fähigkeiten in Schreinerei, Näherei oder Bauarbeiten zu erlernen.

Das vielseitige Engagement von Ursula Ohly in Kirenge hat dazu beigetragen, dass der KUNGA Ruandahilfe e.V. Bullay gegründet wurde, in dem Ursula Ohly und ihr Mann auch heute noch aktive Mitglieder sind.