Dorf-Pärchen in Tirol mit Vize-Europameistertitel geehrt

Die Ortsbürgermeister von Duchroth und Oberhausen an der Nahe haben im Rahmen einer feierlichen Verleihung in Fließ in Tirol den zweiten Preis beim Europäischen Dorferneuerungswettbewerb entgegengenommen. Überreicht wurde dieser von Günther Platter, Landeshauptmann des Bundeslandes Tirol.

Begleitet wurden die Bürgermeister von einer Delegation, bestehend aus Bürgerinnen und Bürgern der beiden Dörfer.

Die beiden Siegergemeinden rund um Ortsbürgermeisterin Annelore Kuhn und Ortsbürgermeister Manfred Porr präsentierten Rheinland-Pfalz und insbesondere die Nahe-Region mit einem Ausstellungsstand, in dem Kunstwerke eines heimischen Künstlers gezeigt und regionale kulinarische Produkte angeboten wurden.

„Duchroth und Oberhausen haben Rheinland-Pfalz im Wettbewerb Europäischer Dorferneuerungspreis 2018 bestens vertreten. Ich freue mich über die hohe Auszeichnung, die sie erhalten haben“, sagte Innenminister Roger Lewentz. Beim diesjährigen europaweiten Dorferneuerungswettbewerb, den die Europäische Arbeitsgemeinschaft Landentwicklung und Dorferneuerung mit Sitz in St. Pölten im Zweijahresrhythmus auslobt, wurden die Schwerpunktgemeinden im Landkreis Bad Kreuznach für eine ganzheitliche, nachhaltige und mottogerechte Dorfentwicklung von herausragender Qualität ausgezeichnet. Am Wettbewerb um den Europäischen Dorferneuerungspreis 2018 hatten sich 23 Gemeinden aus ganz Europa beworben.

„Duchroth und Oberhausen zählen jetzt zu den Top-Dorferneuerungsgemeinden in Europa“, freute sich Lewentz. „Bereits bei der Benennung der Gemeinden war ich von einem guten Abschneiden überzeugt“, so der Minister.

In der offiziellen Begründung der Wettbewerbsjury heißt es: 

„Duchroth und Oberhausen an der Nahe, Rheinland-Pfalz, Deutschland, zeichnen sich durch eine begrüßenswerte intensive interkommunale Zusammenarbeit aus. Der Start des Dorferneuerungsprozesses in Duchroth stand unter der Devise „Unser Neubaugebiet ist der Ortskern“ und damit einem starken Bekenntnis zur Innenentwicklung. Die Revitalisierung von über 50 Objekten im Ortskernbereich bestätigt eindrucksvoll die Nutzung des Leerstandes und damit die Inwertsetzung der vorhandenen Infrastruktur. Eine weitere große Stärke stellt die Gestaltung des öffentlichen Raumes, die sich insbesondere in der Reaktivierung des historischen Ringpfades zeigt, dar. In Oberhausen werden die Umnutzung des alten Bahnhofgebäudes in ein High-Tech-Zahnlabor, die Innovationskraft der Winzerbetriebe und die bauliche Umsetzung zeitgemäßer Architekturlösungen hervorgehoben. Die Erarbeitung einer Zukunftsvision Dorf 4.0 in Zusammenarbeit mit der Hochschule Offenbach verdient ebenfalls besondere Erwähnung.“