Dorferneuerung im Land profitiert 2019 von rund 25 Millionen Euro

Der rheinland-pfälzischen Dorferneuerung stehen im Förderjahr 2019 insgesamt 25 Millionen Euro für die Förderung kommunaler und privater Vorhaben in den Ortskernen zur Verfügung. Jeweils die Hälfte der Fördermittel soll dem kommunalen und privaten Förderbereich zu Gute kommen.

„Landesweit können in diesem Jahr voraussichtlich 185 kommunale Projekte in Dorferneuerungsgemeinden gefördert werden“, sagte Innenminister Roger Lewentz. Die zuwendungsfähigen Kosten der für eine Förderung vorgesehen Projekte belaufen sich auf über 21 Millionen Euro. Die Beteiligung der Dorfbevölkerung und aktive Mitwirkung am Dorferneuerungsprozess wird im Rahmen der Dorfmoderation sichergestellt. 

„Die Dorfmoderation hat sich zu einem Grundpfeiler rheinland-pfälzischer Dorferneuerung entwickelt. Die Chancen und Möglichkeiten der Dorfmoderation liegen zum einen in der Sensibilisierung der Bevölkerung für den Dorferneuerungsprozess selbst und zum anderen in der erhöhten Identifikation mit dem Dorf und den geplanten Projekten“, so Innenminister Lewentz. Im zurückliegenden Jahr konnten mit Hilfe der Dorferneuerung 52 solcher Dorfmoderationen gefördert werden.

Die durch die Förderung ausgelösten Investitionsausgaben der kommunalen Gebietskörperschaften und der privaten Bauherren sind für die mittelständische Wirtschaft und das Handwerk von großer Bedeutung. Sie tragen auch dazu bei, dass wohnortnahe Arbeitsplätze für die Zukunft gesichert werden können. Das ausgelöste Investitionsvolumen übersteigt das eingesetzte Fördervolumen um ein Vielfaches.

Zu den Aufgabenschwerpunkten der Dorferneuerung zählen insbesondere strukturverbessernde Maßnahmen, die vor allem die Ortskerne stabilisieren und stärken wie z.B. die Umnutzung leerstehender, ortsbildprägender Bausubstanz zum Wohnen und Arbeiten. „Die Schaffung von bezahlbarem und attraktivem Wohnraum für junge Familien mit Kindern steht dabei im Vordergrund“, so Lewentz. 

Von hoher Priorität seien auch die Maßnahmen zur Sicherung beziehungsweise Wiederherstellung der örtlichen Grundversorgung, zum Beispiel in der Form eines Dorfladens. Vor dem Hintergrund der demografischen Veränderungen und dem „Älter werden im Dorf“ wird auch Maßnahmen wie der Einrichtung eines Dorftreffs oder Mehrgenerationenhäusern und Mehrgenerationenparks ein hoher Stellenwert eingeräumt. 

Alle für eine Bewilligung vorgesehen Maßnahmen wurden auf der Grundlage eines in die Zukunft gerichteten Dorferneuerungskonzeptes entwickelt, an deren Erarbeitung die Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner aktiv beteiligt waren. Hinzu kommt eine qualifizierte Maßnahmenberatung durch die Dorferneuerungsbeauftragten der Kreisverwaltungen sowie freie Planer und Architekten. Die Förderung privater Vorhaben erfolgt durch die jeweilige Kreisverwaltung. Im zurückliegenden Förderjahr 2018 konnten die Kreisverwaltungen insgesamt 1050 private Vorhaben mit Dorferneuerungsmitteln finanziell unterstützen.