Kooperationsvereinbarung zur Cybersicherheit abgeschlossen

Der IT-Beauftragte der Landesregierung, Innenstaatssekretär Randolf Stich, und der Präsident des Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) Arne Schönbohm haben heute eine Kooperationsvereinbarung zur Zusammenarbeit im Bereich Cybersicherheit unterzeichnet.

Rheinland-Pfalz ist das erste Bundesland, das eine verbindliche Kooperation mit dem BSI eingeht. „Jeden Tag werden auf der ganzen Welt Unternehmen, Institutionen, Privatanwender und eben auch Behörden Opfer tausender Cyberangriffe. Alleine bei der Cyberattacke 'Wannacry' im Frühjahr waren weit über 200.000 Computer in rund 150 Ländern betroffen. Solchen Angriffen im virtuellen Raum, die sehr konkrete und oftmals kostspielige Schäden verursachen, müssen wir uns stellen. Dabei sind gerade die Akteure aus dem kriminellen Bereich bestens vernetzt. Kriminelles und technisches Know-how werden im Internet wie im Darknet weiterverbreitet. Daher wird man bei der Abwehr von Cyberangriffen dauerhaft nur erfolgreich sein können, wenn sich auch Sicherheitsbehörden und öffentliche IT-Infrastrukturbetreiber untereinander vernetzen und so ihre Schlagkraft verbessern. In diesem Sinn sind wir heute einen wichtigen ersten Schritt gegangen. Ich freue mich, dass wir mit dem BSI einen kompetenten Partner gewonnen haben, der umgekehrt auch von uns profitieren kann", so Randolf Stich. 

BSI-Präsident Arne Schönbohm ergänzte: „Auf Basis der Cyber-Sicherheitsstrategie der Bundesregierung, deren Ziel unter anderem die Schaffung einer leistungsfähigen und nachhaltigen gesamtstaatlichen Cyber-Sicherheitsinfrastruktur ist, stellen wir als nationale Cyber-Sicherheitsbehörde unsere Expertise auch den Ländern zur Verfügung. Die Kooperation des BSI mit dem Land Rheinland-Pfalz ist Ausdruck unseres gemeinsamen Verständnisses für die Chancen und Herausforderungen einer erfolgreichen Digitalisierung in Staat, Wirtschaft und Gesellschaft und trägt zu einer Verbesserung der Cyber-Sicherheit in Deutschland insgesamt bei.“

Die neue strategische Partnerschaft umfasst die gegenseitige Information über Angriffe im eigenen Wirkungsbereich und auch auf meldepflichtige Betreiber sensibler Infrastruktur. So kann das BSI nach und nach ein besseres Lagebild zeichnen und damit seine Erkenntnisse ausbauen und Handlungsempfehlungen verfeinern. Außerdem bietet das BSI Unterstützung und Beratung bei organisatorischen und technischen Sicherheitsmaßnahmen. Es wird technische Prüfungen zum Schutz amtlich geheim gehaltener Informationen durchführen und dabei helfen, erkannte Schadsoftware zu analysieren. Ferner unterstützt das BSI die zuständigen Landesbehörden auch präventiv. So erfolgt künftig eine Unterstützung bei der technischen Produktbewertung mit Blick auf IT-Sicherheitsaspekte bei Neubeschaffungen und Systemupdates.