Land fördert mit 296.500 Euro die Dorferneuerung in Ockenheim

Innenminister Roger Lewentz hat der Ortsgemeinde Ockenheim 296.500 Euro für den Umbau eines historischen Gebäudes zu einer multifunktionalen, barrierefreien Begegnungsstätte bewilligt. Die Maßnahme wurde aus der Dorfmoderation unter breiter Beteiligung der Einwohner entwickelt.

Damit eine Begegnungsstätte und ein zentraler Ortsmittelpunkt entstehen können, wird das Sparkassengebäude zur Schaffung eines Platzes mit hoher Aufenthaltsqualität abgerissen. Das angrenzende Wohnhaus eines ehemaligen Weingutes soll zu einem multifunktional, barrierefrei nutzbaren Gebäude umgebaut werden. 

Für das Dorf- und Gemeinschaftsleben sollen zusätzliche Angebote wie eine Café zur Entlastung pflegender Angehöriger bei Demenzerkrankungen geschaffen werden. Durch eine nach außen zum Dorfplatz hin gerichtete Öffnung eines Raumes der Begegnungsstätte kann diese Räumlichkeit bei Veranstaltungen genutzt werden. 

„Mit der Umsetzung dieser Maßnahme wird das bestehende historische Gebäude ertüchtigt und kann von der Dorfgemeinschaft besser genutzt werden“, erläuterte Lewentz. Zusammen mit neu zu gestaltenden Dorfplatz wird dann ein neuer Treffpunkt im Ort entstehen.

Schwerpunkte der Dorferneuerung sind struktur- und funktionsverbessernde Maßnahmen in den Ortskernen, die eine zukunftsbeständige Entwicklung zum Ziel haben. Die Innenentwicklung und Belebung der Ortskerne habe in der Dorferneuerung Vorrang. Dazu gehörten insbesondere die Sanierung und Umnutzung ortsbildprägender Bausubstanz genauso wie die Sicherung der Grundversorgung oder die Beteiligung und Mitwirkung von Kindern und Jugendlichen in der Dorferneuerung. Rund 25 Millionen Euro stehen 2019 landesweit zur Förderung von Dorferneuerungsmaßnahmen zur Verfügung.