Land plant Radschnellverbindung von Bingen nach Mainz

Das Land untersucht im Rahmen einer Machbarkeitsstudie den Trassenverlauf für eine Radschnellverbindung zwischen Bingen, Ingelheim und Mainz. „In den Niederlanden und Dänemark sind bereits sehr gute Erfahrungen mit diesen Radverkehrsverbindungen, die eine höhere Durchschnittsgeschwindigkeit zulassen, gemacht worden“, sagte Infrastrukturminister Roger Lewentz in Mainz.

Rheinland-Pfalz hat diesen Ansatz aufgegriffen, um das Fahrrad im Alltagsverkehr noch attraktiver zu machen. Als Pilotprojekt ist der Korridor Mainz - Ingelheim - Bingen ausgewählt worden. Für diesen Korridor sprächen insbesondere die starken Pendlerverflechtungen, die Bevölkerungszahl, die flache Topographie und die Bahnstrecke als Schlechtwetteralternative, so der Minister. Anders als Bundesländer mit großen Ballungsräumen und entsprechenden Planungsgrößen setze Rheinland-Pfalz auf eine schlanke Herangehensweise. Nach Möglichkeit sollen vorhandene Wege und Straßen genutzt und der Investitionsaufwand überschaubar gehalten werden, um so unkomplizierte und schnell umsetzbare Lösungen zu ermöglichen. Zur Unterscheidung von Radschnellwegen mit ihren hohen baulichen Standards wurde in Rheinland-Pfalz daher der Begriff „Pendler-Radroute Bingen-Ingelheim-Mainz“ gewählt.

In enger Abstimmung mit den beteiligten Kommunen, den landwirtschaftlichen Interessenvertretern und Radverkehrsexperten wurden ein Streckenverlauf ausgewählt und von einem Fachbüro Maßnahmen zur Optimierung entwickelt. Durch den ortsnahen Verlauf der Trasse sei eine kurze Anbindung der Gemeinden Bingen-Gaulsheim, Gau-Algesheim, Ingelheim, Heidesheim sowie Budenheim möglich, so der Minister. Mit den betroffenen Gemeinden, auf deren Wegen große Teile der Pendler-Radroute verlaufen, werden derzeit die Maßnahmenvorschläge erörtert. Danach erwartet der Minister einen konkreten Überblick darüber, welche der in Frage kommenden Maßnahmen in welchem Zeitraum umgesetzt werden können. 

„Das Land ist nur in einzelnen Abschnitten selbst zuständig für die Route, deshalb sind wir auf eine enge Zusammenarbeit mit den Gemeinden angewiesen“, betonte Lewentz. Der Minister machte deutlich, dass er sich durch die geplante Pendler-Radroute eine erhebliche Aufwertung für das rheinland-pfälzische Radwegenetz verspricht, von der insbesondere die unmittelbar an der Trasse gelegenen Gemeinden profitieren können. Der Minister wies darauf hin, dass das Land gern bereit sei, die Maßnahmen zur Realisierung der Pendler-Radroute bei Vorliegen der förderrechtlichen Voraussetzungen zu unterstützen.