Lewentz: Dorf-Büros sollen neue Arbeitsformen auf dem Land bieten

Innenminister Roger Lewentz hat die Kommunen im Land animiert, sich um die Finanzierung und Beratung für ein Dorf-Büro zu bewerben. Mit bis zu 100.000 Euro kann ein solches Vorhaben im Rahmen eines erweiterten Modellprojekts gefördert werden.

„In diesem und den nächsten beiden Jahren sollen so insgesamt bis zu neun Dorf-Büros entstehen. Auch sie sollen dazu beitragen, den ländlichen Raum weiter zu stärken und durch neue Arbeitsformen zukunftsfähig zu gestalten“, sagte Innenminister Roger Lewentz. Vor allem für Pendlerinnen und Pendlern könnten Dorf-Büros eine gute Alternative darstellen und durch die wegfallenden Wegstrecken mehr Lebensqualität bieten.

„Gleichzeitig sollen die Büros das Dorfleben in rheinland-pfälzischen Kommunen beleben“, so Lewentz. Die Dorf-Büros sollen als sogenannte „Coworking Spaces“ eingerichtet werden, also als flexibel mietbare Büro-Arbeitsplätze mit der nötigen technischen Ausstattung und Besprechungsräumen. Sie haben das Potential, Arbeit zurück in die Dörfer zu holen und kommunalen Leerstand wiederzubeleben.

Drei Kommunen mit realisierbaren Konzepten können bereits für das Jahr 2019 ausgewählt werden. Die Unterstützung erfolgt durch Beratung und eine Finanzierung in Höhe von bis zu 25.000 Euro für die Einrichtung und bis zu 25.000 Euro pro Jahr für die ersten drei Projektjahre.

Im 2. Quartal 2019 wird es einen Wettbewerb geben, bei dem sich die Kommunen bewerben können. Eine Informationsveranstaltung findet bereits Mitte April statt. Unterstützung bei Planung, Eröffnung und Betrieb bietet die Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz, die bereits Erfahrungen im Modellprojekt „Schreibtisch in Prüm“ gesammelt hat. Weitere Informationen finden Sie unter: http://dorfbueros-rlp.de/