Lewentz: Drohne und mobiles Netz sind unmittelbare Einsatzhilfe

Innenminister Roger Lewentz hat vor dem ersten Netzwerktreffen des neu gegründeten „Interkommunalen Netzwerks Digitale Stadt“ bereits umgesetzte Projekte der Stadt Kaiserslautern als vorbildhafte Möglichkeiten der Digitalisierung in den Kommunen vorgestellt. Die „herzlich digitale Stadt Kaiserslautern“, die vom Innenministerium begleitet wird, ist Vorreiter der Digitalisierung.

Sie hatte bundesweit beachtet die Finalrunde im Wettbewerb „Digitale Stadt“ des Digitalverbands Bitkom und des Deutschen Städte- und Gemeindebundes erreicht.

„Mit der Feuerwehrdrohne, die bei der Feuerwehr Kaiserslautern im Einsatz ist, können Einsätze in Echtzeit beobachtet und die Bilder direkt in ein Leitfahrzeug oder die Leitstelle übertragen werden. Die Unterstützung aus der Luft hilft den Einsatzkräften unmittelbar und unterstützt bei der Brandbekämpfung“, so Innenminister Lewentz. Dies mache deutlich, dass neue digitale Möglichkeiten im Ernstfall sehr direkte Vorteile für Bürgerinnen und Bürger schaffen könnten.

Ein mobiles Glasfasernetz, das bereits bei Veranstaltungen in Kaiserslautern eingesetzt wurde und auch auf dem diesjährigen Rheinland-Pfalz-Tag in Annweiler zum Einsatz kommen soll, unterstützt die Arbeit der Polizei und dient der temporären Bereitstellung hoher Bandbreiten, um Auslastungsspitzen auf vorhandene digitale Infrastrukturen bei enormem Besucheraufkommen und zahlreichen Zugriffen zu umgehen. Überwachungskameras und andere technische Geräte liefern heutzutage gewaltige Mengen an Daten, die störungsfrei übertragen werden müssen. Dazu dient das mobile Glasfasernetz.

„Die Zusammenarbeit mit den beiden Behörden, Polizei und Feuerwehr, gestaltet sich hervorragend. Es gehört zu den Aufgaben der KL.digital, Impulse zu geben, andere Perspektiven einzunehmen, neue Wege aufzuzeigen. Wir haben uns mit Behördenvertretern bereits beim Wettbewerb „Digitale Stadt“ vor zwei Jahren sehr intensiv ausgetauscht. Dieses Wissen hat uns geholfen, Aufgaben zu identifizieren, zu denen wir dann Lösungen entwickelt haben. Dabei fand immer ein enger Austausch mit den Kollegen statt, um den Nutzen auch zu gewährleisten. Wir schätzen diese gut funktionierende und flexible Kooperation in den Projekten wirklich sehr“, sagte Dr. Martin Verlage, Geschäftsführer von KL.digital.

Die Stadt Kaiserslautern wird künftig mit der städtischen KL.digital GmbH, welche die Digitalisierungsprojekte vor Ort zur Umsetzung gebracht hat, das „Interkommunale Netzwerks Digitale Stadt“ unterstützen. „Das Netzwerk bietet für die teilnehmenden Kommunen die Chance, voreinander zu lernen, Erfolgsprojekte anderer zu übernehmen oder eigene Ideen zu entwickeln“, so Lewentz. 

Der Minister sagte Kaiserslauterns Oberbürgermeister Dr. Klaus Weichel für die Jahre 2020 und 2021 eine weitere Landesförderung in Höhe von einer Million Euro zu, damit die Stadt den erfolgreich begonnenen Weg weitergehen könne.

Dr. Klaus Weichel: „Über die weiteren Fördermittel des Landes freuen wir uns sehr. Es zeigt uns, dass wir mit KL.digital und unserem digitalen Leitbild den richtigen Weg eingeschlagen haben. Unser Kredo, dass alle digitalen Projekte den Menschen in den Mittelpunkt stellen und stets einen demonstrierbaren Nutzen für die Bevölkerung haben müssen, ist dabei essenziell. Und ich bin natürlich mehr als stolz, dass Kaiserslautern nun anderen Kommunen als Vorbild dienen wird." 

Dem Netzwerk gehören neben Kaiserslautern bereits Andernach, Speyer, Wörth am Rhein und Zweibrücken an. Weitere Städte sollen noch die Möglichkeit haben, dem Netzwerk beizutreten und von einer Förderung zu profitieren. Ab 2020 sollen sich alle rheinland-pfälzischen Städte dem Netzwerk anschließen können.