Mehr Zusammenarbeit bei Projekt „Elektronische Rechnung“

Das Bundesministerium des Innern (BMI) und die Freie Hansestadt Bremen werden künftig gemeinsam mit den Bundesländern Nordrhein-Westfalen (NRW) und Rheinland-Pfalz das Datenmodell XRechnung als Standard für die elektronische Rechnung (eRechnung) einsetzen.

Damit treiben Bund und Länder die Umsetzung des nationalen Standards weiter voran. Grundlage ist das auf der Cebit vorgestellte „IT-Architekturkonzept für die föderale Umsetzung in Deutschland“ und die Beschlüsse des IT-Planungsrates zur eRechnung.

Das BMI und die Freie Hansestadt Bremen haben gemeinsam mit den Bundesländern NRW und Rheinland-Pfalz Referenzprozesse zur Einführung der elektronischen Rechnung im Standard XRechnung entworfen. Diese Referenzprozesse sollen die öffentlichen Verwaltungen bei der Einführung der eRechnung unterstützen, indem sie wesentliche Prozessschritte organisatorisch und fachlich beschreiben. So können sie von den Verwaltungen künftig als Blaupause bei der Einführung der eRechnung im Standard der XRechnung verwendet werden.

NRW und Rheinland-Pfalz unterstützen die Kooperation zwischen dem Bund und der Freien Hansestadt Bremen bei der Ausarbeitung der Referenzprozesse seit September 2017, indem das erarbeitete Architekturkonzept von den neuen Kooperationsmitgliedern genutzt und im Gleichklang umgesetzt wird. Durch das gemeinsame Vorgehen wird für  deutsche Unternehmen und Softwareunternehmen weitere Planungssicherheit geschaffen. Darüber hinaus soll die Öffentlichkeit regelmäßig über den Umsetzungsstand informiert werden. Der Chief Information Officer (CIO) des Bundes, Staatssekretär Vitt, betont: „Die Einführung der eRechnung wird auf eine immer breitere Grundlage gestellt. Mit NRW und Rheinland-Pfalz haben wir zwei weitere wichtige Partner gefunden, die die von Bremen und dem Bund entwickelte Blaupause umsetzen wollen. Die eRechnung leistet einen wichtigen Beitrag zur Digitalisierung der Verwaltung.“

Auch die zuständigen Ländervertreter machen ihre Motivation deutlich: „Durch die Verstärkung der Kooperation durch NRW und Rheinland-Pfalz werden wir den Anforderungen einer einheitlichen Umsetzung bei der eRechnung noch besser gerecht. Dadurch werden wir einen Digitalisierungsschub im business-to-government Bereich bewirken“, so Dr. Martin Hagen, IT-Direktor aus Bremen.

Der rheinland-pfälzische Innenstaatssekretär und IT-Beauftragte Randolf Stich erklärte: „Wir freuen uns über die Chance in die Kooperation einsteigen zu können, und die Weiterentwicklung mitzugestalten. Für die Digitalisierung der Verwaltung ist die eRechnung ein enormer Schritt, der noch dazu Unternehmen das Zusammenwirken mit der öffentlichen Hand wesentlich erleichtern wird.“

CIO Hartmut Beuß aus Nordrhein-Westfalen ergänzt: „Die Digitalisierung stellt die Verwaltung vor große Herausforderungen. Die Kooperation zeigt, dass Bund und Länder Digitalisierungsprojekte gemeinsam auf den Weg bringen können.“