Minister Lewentz eröffnet neues Einsatztrainingszentrum

Mit einem neuen Einsatztrainingszentrum stellt sich die Polizei den stetig steigenden Anforderungen, um sich mit praxisnahen Trainingsmöglichkeiten für unterschiedliche polizeiliche Einsatzszenarien zu schulen und optimal vorzubereiten. Das Trainingszentrum wurde durch ein Umbauprojekt am Standort Enkenbach-Alsenborn der Hochschule der Polizei realisiert.

„Polizeibeamtinnen und -beamte können hier mit Unterstützung modernster Technik die Bewältigung von Einsatzsituationen trainieren“, sagte Innenminister Roger Lewentz bei der offiziellen Einweihung des Trainingszentrums in Anwesenheit von Friedel Durben, Direktor der Hochschule der Polizei, und dem Polizeivizepräsidenten des Polizeipräsidiums Einsatz, Logistik und Technik, Philipp Römer.

Für die Bewältigung der vielfältigen Aufgaben und wachsender Anforderungen an die Polizei sei eine kompetenzorientierte Aus- und Fortbildung unerlässlich, so Lewentz. Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte müssten daher in regelmäßigen praktischen Trainings auf den Ernstfall vorbereitet werden. „Einsätze bei gewalttätigen Auseinandersetzungen, Festnahmen unter schwierigen Bedingungen oder auch die Reaktion auf Amoklagen lassen sich auch zur Anwendung von Abwehr- und Zugriffstechniken erfolgversprechend nur unter realistischen Bedingungen trainieren“, betonte Lewentz. Dazu stünden nun modernste Möglichkeiten zur Verfügung. Die Kosten von 400.000 Euro seien gut investiert in die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger, aber auch der Polizistinnen und Polizisten.

Bereits bestehende Trainingsräumlichkeiten wurden für die praktische Aus- und Fortbildung von Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten in einer maximalen Funktionalität und Variabilität nachgerüstet. Dies umfasst eine Audio- und Videoaufzeichnung zur optimalen Trainingsnachbereitung, eine zentrale Beleuchtungssteuerung, die Möglichkeit zum Training mit Farbmarkierungsmunition sowie an verschiedene Szenarien anzupassende Räumlichkeiten. 

„Die Hochschule der Polizei ist mit den beiden modernen Schieß- und Einsatzzentren in Wittlich-Wengerohr und Enkenbach-Alsenborn für eine praxisnahe Aus- und Fortbildung der rheinland-pfälzischen Polizei gerüstet. Das neue Einsatztrainingszentrum in Enkenbach-Alsenborn ist für 2018 bereits stark nachgefragt und erfährt eine hohe Akzeptanz bei Trainern und Teilnehmern“, so der Direktor der Hochschule der Polizei, Friedel Durben.

„Der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung LBB hat den ehemaligen Filmsaal der Bereitschaftspolizei im engen Dialog mit der Polizei umgestaltet“,  so Norbert Höbel, Leiter der LBB Niederlassung Kaiserslautern. Gemeinsam mit der Polizei sei ein Nutzungskonzept für das neue Trainingszentrum entwickelt worden, das allen heutigen Anforderungen an Brandschutz, Lüftung, Elektro- und Medientechnik entspreche.

So wurde der frühere Zuschauerbereich für das Einsatztraining und die Bühne als Bereich für das Abwehr- und Zugriffstraining umgebaut. Der Einsatztrainingsbereich wurde mit Kulissen für Gaststätte, Schulsaal und Wohnung gestaltet. Die Räume Gaststätte und Schulsaal können durch verschiebbare Innenwände verändert werden. Zentral gesteuert wird die Technik in einem Regieraum, ebenso das Zutrittskontrollsystem, das den unbefugten Zutritt während laufender Übungen verhindert. Aus einem gesonderten Greenbox-Raum werden Live-Videosequenzen auf die Schießbahnen der benachbarten Raumschießanlage eingespielt.