Staatssekretär Kern: Das Mittelrheintal wird wieder attraktiv

Der Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal hat einstimmig die offizielle Bewerbung um die Bundesgartenschau 2031 im Welterbe Oberes Mittelrheintal und dazu die Beauftragung einer verbindlichen Machbarkeitsstudie beschlossen.

In der Verbandsversammlung heute in Kestert hatte Staatssekretär Günter Kern zuvor eindringlich für die Bundesgartenschau im Mittelrheintal geworben. „Das Mittelrheintal braucht die Bundesgartenschau als Werkzeug und als Präsentation, damit die Region wieder attraktiv und wirtschaftlich stärker wird“, sagte der Staatssekretär in Vertretung für Innenminister Roger Lewentz, der sich im rheinland-pfälzischen Partnerland Ruanda aufhält.

Bereits als Minister Lewentz die Idee der Bundesgartenschau 2031 geäußert habe, sei ein Ruck durchs Mittelrheintal gegangen. In zahlreichen Reaktionen seien die großen Chancen für das Tal betont worden, so Günter Kern. Das Innenministerium sei bereit, eine Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben, die von der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz betreut werde. „Diese Machbarkeitsstudie ist dann die formelle Bewerbungsmappe, die der Bundesgartenschau-Gesellschaft übergeben werden kann.“

Der Staatssekretär erinnerte an die Bundesgartenschau in Koblenz im Jahr 2011. Damals sei ein großer Impuls gesetzt worden, der zu einem Umbau und Wandel in Koblenz geführt habe. Kern: „Untersuchungen der Stadt zeigen, dass auch nach dem BUGA-Jahr die Gästezahlen weiter steigen und der Tourismus mit einem jährlichen Umsatz von 300 Millionen Euro zum regionalen Wohlstand beiträgt. Schon während der BUGA-Bauzeit stellten wir fest, dass für jeden investierten Euro der öffentlichen Hand rund fünf Euro aus privater Hand investiert wurde.“ Er sei sicher, dass eine Bewerbung und die Arbeit hin zu einer Bundesgartenschau im Jahr 2031 eine neue und positive Stimmung schaffe – auch bei denen, die mit eigenem Geld investieren würden.

„Mit einer BUGA-Bewerbung für das Mittelrheintal können wir ein neues, erfolgreiches Angebot schaffen und vor allem eine gemeinsame Vision entwickeln. Die Bürgerinnen und Bürger wissen von der Koblenzer BUGA, welche große Chancen in einem solchen Projekt stecken können. Die Menschen stehen hinter der Idee und wollen die Bewerbung nutzen, um die Region zu verwandeln“, sagte Staatssekretär Günter Kern.

Jedes Jahr besuchten etwa drei Millionen Menschen das Mittelrheintal. Noch immer seien der Rhein und seine Burgen für Europäer und auch Gäste von anderen Kontinenten ein wichtiges Reiseziel. „Gerade deshalb brauchen wir in der Region ein wichtiges und langfristig angelegtes Infrastrukturprojekt – ein alle verbindendes Band, eine gemeinsame Vision mit verbindlichem Zielpunkt.“ Es gebe sicher zahlreiche Instrumente, um in einer Region erfolgreiche Kommunalentwicklung zu betreiben. Kern: „In unserem Land sollten wir das Instrument nutzen, mit dem wir den meisten Erfolg hatten. Die BUGA in Koblenz war die größte Veranstaltung der Landesgeschichte. Wir können ab heute daran arbeiten, dass uns ein solcher Erfolg wieder gelingt.“