Stich: Schub für Breitbandausbau im Kreis Südliche Weinstraße

Knapp 6000 Haushalte, rund 470 Unternehmen und mehr als 40 Schulstandorte profitieren unmittelbar vom Breitbandinfrastrukturprojekt im Landkreis Südliche Weinstraße, für das am Dienstag in Gossersweiler-Stein der symbolische Spatenstich vollzogen wurde.

„Der Ausbau digitaler Infrastrukturen mit leistungsfähigeren Bandbreiten und schnellem Internet ist eine grundlegender Standortfaktor für wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und die Attraktivität des Wohnortes“, betonte Staatssekretär Randolf Stich beim Spatenstich.

Alleine das Land Rheinland-Pfalz unterstützt das Projekt mit rund 4,3 Millionen Euro. Damit können Bundesmittel in Höhe von rund 5,4 Millionen Euro eingeholt werden. Der Landkreis übernimmt rund 1,1 Millionen Euro. Insgesamt werden im Projekt des Landkreises Südliche Weinstraße rund 410 Kilometer Glasfaser und 608 Kilometer Leerrohr neu verlegt.

Inzwischen befinden sich jetzt bereits elf rheinland-pfälzische Landkreisprojekte im Ausbau und der Umsetzung. Drei weitere stehen kurz vor einem Baubeginn und zehn führen derzeit noch das Vergabeverfahren durch. Durch die Projekte werden im ganzen Land rund 9000 Kilometer Glasfaser neu ausgebaut.

Aber auch ohne die Zuwächse der derzeit in der Umsetzung befindlichen 24 Breitbandinfrastrukturprojekte in 22 Landkreisen, steht Rheinland-Pfalz insgesamt im Ländervergleich gut da. Auf Bandbreiten von mindestens 50 Mbit/s können Mitte 2018 bereits rund 81 Prozent der rheinland-pfälzischen Haushalte zurückgreifen. Über 60 Prozent der Anschlüsse sind potentiell gigabitfähig. Bund und Land haben sich einen flächendeckenden Ausbau von Gigabit-Netzen und einen Wechsel hin zum Glasfaser bis zum Jahr 2025 zum Ziel gesetzt.

„Rheinland-Pfalz stellt mit dem Doppelhaushalt für die Jahre 2018/19 die Weichen hierzu. Wir schaffen einen Verfügungsrahmen in Höhe von 575 Millionen Euro für die kommenden Jahre bis 2025“, betonte Stich.

Die Landesmittel belaufen sich üblicherweise auf 40 Prozent der Kosten. Der Bund gibt die Hälfte der Mittel. Nur zehn Prozent verbleiben als kommunaler Anteil vor Ort. Für die aktuell laufenden 24 Breitband-Projekte in 22 Landkreisen stellt das Land insgesamt 124,7 Millionen Euro bereit.