Workshop eröffnet Dialog von Verwaltung und Unternehmen

Der Startschuss zur länderübergreifenden Digitalisierung der Emissionsmessberichterstattung ist heute in Mainz gefallen. Bei einem Arbeitstreffen diskutierten Vertreter von Behörden und Unternehmen über Verbesserungspotenziale beim derzeitigen Verfahren und arbeiteten an neuen innovativen Lösungen.

Der Workshop ist Teil des Digitalisierungslabors, das bis zum Sommer 2019 ein Konzept für die digitale Emissionsmessberichterstattung entwickeln wird. In Digitalisierungslaboren arbeiten interdisziplinäre Teams aus Fachexperten der Verwaltung, Designer, Techniker, Projektmanager und vor allem Nutzer gemeinsam an neuen digitalen Verwaltungsleistungen.

Teilnehmer des Workshops waren das Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz, das Ministerium des Inneren und für Sport Rheinland-Pfalz, das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung Schleswig-Holstein, das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, die Metropolregion Rhein-Neckar sowie die BASF und die Messstellen SGS-TÜV Saar und Müller BBM.

Zum Schutz von Mensch und Umwelt müssen Betreiber großer Industrieanlagen regelmäßig nachweisen, dass sie die in der Genehmigung festgelegten Emissionsgrenzwerte nicht überschreiten. Dazu erstellen Messinstitute im Auftrag der Betreiber einen Emissionsmessbericht. Das erfordert viele manuelle Arbeitsschritte, der Abstimmungsaufwand ist hoch. Allein in Rheinland-Pfalz werden jährlich rund 450 solcher Messberichte erstellt. Eine digitale Lösung würde es Unternehmen, Messinstituten und Behörden erlauben, die Emissionsmessberichterstattung deutlich einfacher und präziser abzuwickeln.