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Das Breitband-Kompetenzzentrum

Mit Gründung des Breitband-Kompetenzzentrum, beziehungsweise seines Vorläufers, dem Breitband-Projektbüro im Jahr 2012, erfuhr die rheinland-pfälzische Breitbandpolitik eine komplette Neuausrichtung. Erstmals stand eine fachlich kompetente Serviceeinheit Bürgerinnen und Bürger, aber auch direkt für Kommunen und deren kommunal verantwortlichen Mandatsträger zur Verfügung.

Als direkte Ansprechpartner vor Ort kann auf regional zuständige Breitbandberater zurückgegriffen werden, die kommunale Breitbandprojekte eng begleiten. Sie gehören zu einem Team in der IT-Zentralstelle im Ministerium des Innern und für Sport. Dort ist das Breitband-Kompetenzzentrum als Stabstelle direkt an die Abteilungsleitung der Zentralstelle IT-Management, Multimedia, eGovernment und Verwaltungsmodernisierung angegliedert.

Viel erreicht und noch mehr vorgenommen

 

Ende 2011

Mitte 2012

Ende 2012

Mitte 2013

Ende 2013

Mitte 2014

Ende 2014

Mitte 2015

Ende 2015

Mitte 2016

Ende 2016

Mitte 2017

1 Mbit/s

97,9

98,5

98,8

99,1

99,1

99,2

99,4

99,5

99,6

99,7

99,7

99,7

2 Mbit/s

93,9

94,8

95,8

97,2

98,2

98,6

99

99,3

99,4

99,5

99,5

99,5

6 Mbit/s

83,3

84,1

85,9

88,6

91,6

93,8

95,2

96,8

97,4

97,7

98

98,2

16 Mbit/s

65,5

64,9

67,9

72,3

73,4

77

79,7

83,3

86

87,3

88,3

89,3

30 Mbit/s

55

70,2

74,4

77

80,2

81,9

83,4

84,5

50 Mbit/s

27,2

33,2

36,6

47,5

49,1

58,3

62,5

65,9

69

70,8

75,5

76,7

100 Mbit/s

-

-

-

-

-

-

-

-

-

-

60,1

62

Diesen Weg gilt es in den kommenden Jahren kontinuierlich weiter zu gehen. Bis zum Jahr 2020 stellt das Land einen Verfügungsrahmen in Höhe von 124,7 Mio. Euro für den Breitbandausbau bereit.

Der geförderte Breitbandausbau erfolgt überwiegend in kommunalen Ausbaugemeinschaften. Grundlage bildet hierbei für das Land seine NGA-Strategie „Breitbandnetze der nächsten Generation – Auf- und Ausbau von Hochgeschwindigkeitsnetzen in Rheinland-Pfalz“ vom Dezember 2014. Mit dem seit Oktober 2015 zur Verfügung stehenden Bundesförderprogramm und einem darauf abgestimmten Landesförderprogramm konnten, vorbereitet durch vom Land geförderten Machbarkeitsuntersuchungen, bis heute im Zeitraum von Januar 2016 bis Februar 2017 in vier Förderaufrufen insgesamt 21 rheinland-pfälzische Landkreise und ein Projekt, bestehend aus einer Stadt und zwei Verbandsgemeinden Landes- und Bundesmittel für ihre Breitbandinfrastrukturprojekte zugewiesen bekommen. 

Ein weiterer Landkreis nutzte – wie weitere Kreise in unterschiedlicher Intensität – das ihm zur Verfügung stehende KI 3.0-Fördermittelkontingent für sein Breitbandinfrastrukturprojekt.

Damit sind Mitte des Jahres 2017 nahezu alle Landkreise in die Lage versetzt worden, ihre Breitbandinfrastruktur auszubauen.

NGA-Strategie des Landes

Auf der guten Ausgangslage setzt die NGA-Strategie des Landes an, welche im Dezember 2014 durch den Ministerrat verabschiedet wurde. Als Ziel wird ein flächendeckender Auf- bzw. Ausbau von mindestens 50 Mbit/s bis zum Jahr 2018 gesetzt. Anschließend wird eine bedarfsorientierte Nachverdichtung stattfinden. Dies alles wird durch ein dreifaches Vorgehen erreicht: Ein Ausbau in Regionalclustern auf Landkreisebene, eine konsequente Nutzung von Synergien und ein gemeinschaftliches Handeln aller am Prozess beteiligen: Land, Kommune und Wirtschaft. Wir nennen dies die Kooperative Eigeninitiative. Denn durch die Bildung von Regionalclustern, nach Möglichkeit auf Landkreisebene, werden gerade jene Gebiete für Telekommunikationsanbieter interessant, die solitär betrachtet unwirtschaftlich wären. Zudem wird ein sogenanntes „Rosinen picken“ – Herausnahme der noch einigermaßen wirtschaftlich darstellbaren Gebiete aus einer sonst unwirtschaftlichen Gebietskulisse und damit eine Verschlechterung der Ausgangslage für die so verbleibenden Kommunen - verhindert. Durch eine konsequente Identifizierung von Synergien werden darüber hinaus Ausbaukosten reduziert und redundante Infrastrukturen vermieden. Auf Grundlage der Strategie finden derzeit umfangreiche Gespräche mit knapp zwei Dritteln aller Landkreise im Land statt. 

Nächstes Ziel: 300 Mbit/s und mehr

In einem nächsten Schritt werden die Ergebnisse einer Studie zum Auf- und Ausbau von ultraschnellen Breitbandnetzen (300 Mbit/splus-Studie) vorliegen. Ausgehend von diesen Ergebnissen, Erkenntnissen und Empfehlungen wird die Breitband-Politik des Landes gegebenenfalls an neue Herausforderungen angepasst werden. 

Breitband-Kompetenz(zentrum)

Der Vorläufer des Breitband-Kompetenzzentrums wurde im Frühjahr 2012 aus der Taufe gehoben. Das Breitband-Projektbüro, wie es damals noch hieß, wurde mit dem Gedanken geschaffen, Anlauf- und Servicestelle für Bürgerinnen und Bürger und kommunal Verantwortliche gleichermaßen in Bezug auf alle Fragen rund um den Breitbandausbau zu sein. Neben der Möglichkeit, unkompliziert Kontakt zu den Breitbandberatern aufnehmen zu können, stellt das Breitband-Kompetenzzentrum auch den rheinland-pfälzischen Breitbandnavigator zur Verfügung. Mit Hilfe dieses Tools können Interessierte schnell und unkompliziert die Breitbandverfügbarkeit an jedem Ort im Land sich

Ausbau von WLAN-Hotspots| Wifi4rlp

Die Landesregierung hat im Koalitionsvertrag einen Ausbau der Internetversorgung an öffentlichen Plätzen und touristischen Orten beschlossen. Daher soll

  • jedes mit Internet versorgte, öffentliche Gebäude in Landeseigentum einem freien WLAN-Zugang für die Öffentlichkeit bereitstellen und
  • zeitnah mindestens 1.000 WLAN-Hotspots in 1.000 Kommunen geschaffen werden.

Durch die Bereitstellung kostenfreier WLAN-Hotspots in den Kommunen verspricht sich die Landesregierung – gerade in ländlichen Regionen –, attraktive touristische Angebote sinnvoll zu ergänzen und neue aufzubauen.

Lücken im Mobilfunknetz, z.B. durch zeitliche Auslastung in Spitzenzeiten, können durch WLAN-Hotspots aufgefangen werden. Für bestimmte Bevölkerungsgruppen kann ein kostenloses WLAN-Angebot zumindest zeitweise den Zugang zum Internet und damit eine Teilhabe an einer modernen, digitalen Gesellschaft ermöglichen.

Auch der Zugang aller Bevölkerungsgruppen zu Angeboten des Landes kann so sichergestellt werden. Schließlich ist mit der Steigerung der Attraktivität gerade ländlicher Regionen auch eine Steigerung der Wirtschaftlichkeit in vielen Bereichen zu erwarten.

 

Alle Informationen zum Projekt "Wifi4RLP" finden Sie unter www.wifi4rlp.rlp.de 

Breitbandkompetenzzentrum
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Ausschreibungsplattform des Bundes

Die Ausschreibungsplattform des Bundes vereint alle Breitbandprojekte im gesamten Bundesgebiet.