„Die Dorferneuerung lebt davon, dass die Menschen vor Ort ihr Dorf selbst mitgestalten. Die neu anerkannten Schwerpunktgemeinden haben gemeinsam mit ihren Bürgerinnen und Bürgern Ideen entwickelt, Ziele formuliert und einen klaren Blick auf die Zukunft ihres Dorfes gewonnen. Jetzt geht es darum, diese Ideen Schritt für Schritt Wirklichkeit werden zu lassen. Dabei können sich die teilnehmenden Kommunen auf die Unterstützung des Landes verlassen“, sagte Innenminister Michael Ebling.
In allen neu anerkannten Schwerpunktgemeinden wurden die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig in die Entwicklung ihres Dorfes einbezogen. In der Dorfmoderation wurden Stärken und Schwächen herausgearbeitet und Zukunftsideen gesammelt. Diese flossen in die Dorferneuerungskonzepte ein, die Ziele und Maßnahmen für die kommenden Jahre festlegen und zugleich die Projekte benennen, die vorrangig gefördert werden. So wird sichergestellt, dass die Fördermittel gezielt und wirkungsvoll eingesetzt werden.
Als Schwerpunktgemeinden erhalten die 17 neu aufgenommenen Kommunen Zugang zu erweiterten Förder- und Unterstützungsinstrumenten der Dorferneuerung. Ein zentrales Element ist die Prozessbegleitung, die ausschließlich Schwerpunktgemeinden zur Verfügung steht und gezielt das kommunale Ehrenamt unterstützt. Sie entlastet insbesondere Ortsbürgermeisterinnen und Ortsbürgermeister sowie Gemeinderäte, die die Entwicklung ihres Dorfes häufig neben Beruf und Familie gestalten.
Mit einer Förderung von bis zu 20.000 Euro erhalten die Schwerpunktgemeinden fachliche und organisatorische Unterstützung bei der Umsetzung der im Dorferneuerungskonzept verankerten Maßnahmen. Die Prozessbegleitung hilft, Projekte zu strukturieren, Prioritäten zu setzen und Akteure vor Ort zu vernetzen. Sie schafft Orientierung in komplexen Planungs- und Entscheidungsprozessen und unterstützt eine verlässliche Umsetzung.
„Die Prozessbegleitung ist ein klares politisches Signal der Wertschätzung gegenüber dem kommunalen Ehrenamt. Sie stärkt die Handlungsfähigkeit der Gemeinden und unterstützt die Menschen, die sich mit großem Engagement für ihr Dorf einsetzen – von Fragen der Dorfökologie über die Energiewende und die Anpassung an den Klimawandel bis hin zur Wiederbelebung leerstehender Gebäude“, betonte Ebling.
Ziel der Dorferneuerung ist es, lebendige Ortskerne zu erhalten, das soziale Miteinander zu stärken und die gewachsene Siedlungs- und Kulturlandschaft zu bewahren. Gefördert werden unter anderem Maßnahmen der sozialen Daseinsvorsorge, die Schaffung und der Erhalt von Begegnungsorten sowie Projekte des Klima- und Umweltschutzes.
Im Förderjahr 2025 wurden in den Schwerpunktgemeinden 29 kommunale Dorferneuerungsprojekte mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 7,45 Millionen Euro unterstützt.
Die Anerkennung als Schwerpunktgemeinde erfolgt für einen Zeitraum von acht Jahren. Ab dem Programmjahr 2026 werden folgende Gemeinden neu als Schwerpunktgemeinden der Dorferneuerung anerkannt:
| Ortsgemeinde | Verbandsgemeinde | Landkreis |
|---|---|---|
| Senscheid | Adenau | Ahrweiler |
| Hochscheid | Bernkastel-Kues | Bernkastel-Wittlich |
| Dhronecken | Thalfang am Erbeskopf | Bernkastel-Wittlich |
| Heimbach | Baumholder | Birkenfeld |
| Bremm | Cochem | Cochem-Zell |
| Lütz | Cochem | Cochem-Zell |
| Unkenbach | Nordpfälzer Land | Donnersbergkreis |
| Auw bei Prüm | Prüm | Eifelkreis Bitburg-Prüm |
| Zeiskam | Bellheim | Germersheim |
| Gappenach | Maifeld | Mayen-Koblenz |
| Kaan (Stadtteil der Stadt Polch) | Maifeld | Mayen-Koblenz |
| Zilshausen | Kastellaun | Rhein-Hunsrück-Kreis |
| Schwanheim | Hauenstein | Südwestpfalz |
| Leimen | Rodalben | Südwestpfalz |
| Hockweiler | Trier-Land | Trier-Saarburg |
| Freirachdorf | Selters | Westerwaldkreis |
| Steinefrenz | Wallmerod | Westerwaldkreis |