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Neues Hilfeleistungslöschboot in Bingen übergeben

Innenminister Michael Ebling hat dem Oberbürgermeister der Stadt Bingen, Thomas Feser, ein neues Hilfeleistungslöschboot (HLB) übergeben. Das neue HLB ersetzt die bisher genutzte Feuerwehrmehrzweckfähre, die seit 1994 eingesetzt wurde.
Innenminister Ebling bei der Taufe des neuen Hilfeleistungslöschboots in Bingen.
Innenminister Ebling bei der Taufe des Hilfeleistungslöschboots in Bingen.
Das neue Hilfeleistungslöschboot in Bingen.
Das neue Hilfeleistungslöschboot in Bingen.

„Die Länder Rheinland-Pfalz und Hessen hatten eine Initiative gestartet, um die Gefahrenabwehr entlang des Rheins zu verbessern. Denn eine effektive Bewältigung der Gefahren ist nur durch eine gemeinsame Zusammenarbeit der Länder und Kommunen am Rhein möglich. Aus dieser Überzeugung heraus ist ein neues, leistungsstarkes Hilfeleistungslöschboot entwickelt worden, das ich sehr gerne an die Stadt und die Feuerwehr Bingen übergebe. Das neue Boot erreicht eine Geschwindigkeit von bis zu 40 Kilometern pro Stunde und verfügt über zwei Hauptantriebsmaschinen mit jeweils 800 PS Leistung. Es ist mit einer Wärmebildkamera, Suchscheinwerfer, Elektro-Tauchpumpen und einer speziell auf die Anforderungen des Rheins abgestimmten feuerwehrtechnischen Beladung ausgestattet“, sagte Innenminister Michael Ebling. Zu Ausbildungszwecken stehe das HLB der Feuerwehr Bingen bereits seit November 2022 zur Verfügung.

„Der Rhein ist Lebensader und touristischer Anziehungspunkt. Bei aller Rheinromantik wissen wir aber auch: dieser Fluss ist ein bedeutender europäischer Wasserweg, mit dem gefährlichsten Rheinabschnitt rheinabwärts. All diese Nutzungen bergen auch Gefahren – und dann richten wir den Blick auf dieses schmucke, hervorragend ausgestattete Boot, das uns Rheinanliegern im Falle von Gefahren hilft, diese zu meistern. Das Land Rheinland-Pfalz vertraut uns jetzt offiziell dieses funkelnagelneue Hilfeleistungslöschboot mit modernster Ausstattung an – und unsere Feuerwehr gewährleistet mit hervorragend ausgebildeten Leuten die Einsatzbereitschaft und Fahrzeugunterhaltung“, so Thomas Feser, Oberbürgermeister der Stadt Bingen am Rhein.

Von den insgesamt vier vom Land beauftragten Hilfeleistungslöschbooten steht das HLB Bingen nun für den Abschluss dieser umfänglichen Beschaffungsmaßnahme. Gemeinsam mit den Ländern Hessen und Baden-Württemberg wurden insgesamt fünf baugleiche HLB beschafft, das erste 2016 am Standort Karlsruhe. Die weiteren Hilfeleistungslöschboote stehen in Hanau (2017), St. Goarshausen (2019) und Remagen (2020).

Das HLB Bingen (Rheinkilometer 525) erhält im Bedarfsfall Unterstützung des HLB aus St. Goarshausen (Rheinkilometer 555) und von der Feuerwehrmehrzweckfähre aus Mainz (Rheinkilometer 503). Ebenso ist es selbst in der Lage die Standorte in St. Goarshausen und Mainz zu unterstützen. Durch die Einhaltung einer maximalen Baulänge von 14,99 Metern ist ein Sportbootführerschein für die ehrenamtlichen Feuerwehreinsatzkräfte ausreichend.

„Mit einem Investitionsvolumen in Höhe von rund 2 Millionen Euro für das HLB Bingen und einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 6,5 Millionen Euro insgesamt möchten wir zeigen, dass die Beschaffungsmaßnahmen des Landes für die Gefahrenabwehr auf dem Rhein, einer der meistbefahrenen Wasserstraßen Europas, noch nicht beendet sind“, so der Minister. Geplant seien unter anderem drei Bootshallen für die Hilfeleistungslöschboote in Remagen, St. Goarshausen und Bingen für rund fünf Millionen Euro, um die Boote vor Wettereinflüssen und Verschmutzungen zu schützen und ihre Lebensdauer zu verlängern. Auch sollen die beiden Feuerlöschboote RPL1 in Koblenz und Franz-Anton-Schneider in Mainz/Wiesbaden durch zwei neue Boote ersetzt werden. 

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